Bei der Arbeit mit unseren Kunden (z.B. im Vorfeld der Wissensbilanzierung) fällt mir auf, dass sich viele Unternehmer und Firmenlenker nur oberflächliche Gedanken über die Zukunft ihres Unternehmen machen. Nur wenige haben explizite Strategien. Bei den Wenigsten sind diese Strategien schriftlich festgehalten und im Unternehmen bekannt.
Daran musste ich denken, als ich kürzlich einen älteren, recht einflussreichen Text von Hamel und Prahalad gelesen habe, aus dessen Anfang ich hier einen Teil übersetzt wiedergebe:
Wenn wir mit Entscheidern darüber sprechen, wie sie in Zukunft der Konkurrenz trotzen wollen, dann fragen wir sie drei Fragen:
- Welchen
Anteil Ihrer Zeit verwenden Sie auf externe Angelegenheiten und welchen
auf Interne? Welchen Anteil verwenden Sie also auf, um z.B. die
Auswirkungen einer bestimmen technologischen Neuerung zu verstehen und
wieviel Zeit geht für Angelegenheiten wie z.B. die Diskussion um die
korrekte Zuordnung von Kosten auf Abteilungen drauf?
- Welcher
Anteil von der Zeit, die sie sich um externe Dinge kümmern, wird für
Überlegungen aufgewendet, wie sich die Welt in 3, 5 oder 10 Jahren
verändern könnte. Und welcher Anteil dieser "externen" Zeit geht dafür
drauf, sich um den nächsten großen Vertrag zu sorgen oder
Preisveränderungen der Konkurrenz?
- Welchen Anteil von der Zeit,
in der Sie den Blick nach außen und in die Zukunft richten, verbringen
Sie damit, mit Kollegen eine gemeinsame und gründlich diskutierte
Vorstellung der Zukunft zu erstellen anstatt alleine im stillen
Kämmerlein zu grübeln?
Die befragten Manager hatten auf die
drei Fragen etwa mit 40%, 30% und 20% geantwortet. Unterm Strich
bedeutet das, dass Unternehmenslenker weniger als 3% (40%x30%x20%)
ihrer Zeit darauf verwendeten, eine Unternehmensperspektive zu
entwickeln. Dabei sind die Fragen bezüglich der Zukunft mannigfaltig:
- Welche Kernkompetenzen müssen wir aufbauen?
- Welche neuen Produktkonzepte sollen wir bevorzugt verfolgen?
- Welche Allianzen werden wir in Zukunft benötigen?
- Welche jungen Entwicklungen sollen wir fördern?
- Welche langfristigen Regeln sollen wir aufstellen?
- ...
Und was bedeutet das für Sie? Verlassen Sie sich nicht nur auf Ihr Bauch-Gefühl. Auch wenn man die Zukunft nicht 100% planen kann, so kann sie durchaus positiv beeinflussen. Wir unterstützen Sie dabei und helfen bei der Umsetzung.
Stefan Weiß, FUTURELAB
Wer es eilig hat, soll sich Zeit nehmen.Es hilft ungemein, wenn man ab und zu einen Schritt zurücktritt um sich Überblick zu verschaffen. Diese Zeit ist gut investiert.FUTURETALKed:>> Planning is an unnatural process>> Die Zukunft gestaltenF
Aufgenommen: Dec 16, 15:54