Kunden lieben Pauschalgebühren und sind sogar bereit für Kostenkontrolle und Einfachheit einen Aufpreis zu bezahlen. Die Vorteile für den Anbieter liegen auf der Hand: Man spart ein Vermögen an Billing, Rechnungsstreiten und Kreditvergabe.
Die beiden klassischen Gegenargumente sind:
- Eine Pauschale, die sich für den durchschnittlichen Benutzer rechnet, ist für den Geringverbraucher zu hoch.
- Einige Kunden werden den Pauschalpreis durch Überbenutzung "missbrauchen"
In seinem Artikel
The Joy of Subscription Pricing geht
Tom Evslin auch auf diese beiden Punkte ein. Er schreibt, dass für man für besonders preisbewusste Kunden variable Preise anbieten könnte - aber nur, wenn es sich rechnet. Langfristig werden variable Tarife nicht angeboten werden.
Dem Problem des "Missbrauchs" hält er folgendes entgegen:
The problem of "abuse" is overstated although it is real. With many businesses, the highest variable cost is the cost of subscriber acquisition. Following that are a number of per subscriber costs like billing, bad debt, and customer care which are not directly related to usage. In many telecommunications applications, there is no incremental cost to the provider when the customer uses the application. (Note that "access charges" levied by monopoly providers of a last mile phone connection are an important exception to this.) What is important is that the provider has to invest capital to size the network for peak usage.
A provider whose capital cost is determined by peak usage, doesn't really care whether "abusers" camp on the service during nonpeak times since the provider has extra capacity available then. During peak times, the normal, nonabusing users are on in such numbers that they dwarf the small number of "abusers". (Hervorhebung von mir)
Entscheidend ist, dass man die für den Pauschalpreis angebotenen Leistung begrenzt. Ist man ein DVD-Verleih, gibt es nur 3 DVDs gleichzeitig, ist man eine Telefongesellschaft, ist immer nur ein Anruf gleichzeitig möglich. Bei DSL-Anschlüssen ist die Leistung durch die zur Verfügung stehende Bandbreite begrenzt.
Das Resümee
Simple pricing, I think, always drives out complex pricing.
[Update: 30.11.2005]
Die jüngste Umfrage des Eco zeigt, dass die Kunden genauso denken: Handy überholt Festnetz / Der Flatrate gehört die Zukunft
Stefan Weiß, FUTURELAB
Ich bin Arcor-Kunde mit Telefon und Internet. Pauschal und gut. Nun hat Arcor die Preise gesenkt und bewirbt das auch fleißig im Fernsehen. Naiv wie ich bin habe ich bei meiner Kundenbetreuung angerufen und mitgeteilt, dass ich als Bestandskunde ebenfa
Aufgenommen: Feb 20, 13:56