Die deutsche 3D-Welt Secret City möchte in die Fußstapfen von Second Life treten und schlägt dabei eine Rute ein, die kommerziell sehr erfolgreich sein kann: Man verzichtet auf "user generated content", dafür konzentriert man sich auf Matchmaking, Dating und Erotik. Während in Second Life Dating und virtueller Sex nur eine Facette des Lebens ist, so machen die Betreiber von Secret City kein Hehl daraus, was hier im Vordergrund steht:
Vergiss den Alltag, lerne nette und aufgeschlossene Menschen kennen, verabrede Dich mit ihnen und lass Dich verführen.
Ein spannendes Abenteuer voller Vergnügen, Leidenschaft und Verführungen.
Der teilweise hohe erotische Reiz der Avatare, der dem "ersthaften Business" in Second Life manchmal im Wege steht, dürfte bei Secret City der Motor des Geschäfts sein. Viele werden gerne 20 Euro im Monat dafür ausgeben, ihrem (zumeist weiblichen) Avatar Unterwäsche aussuchen zu dürfen.
Da man bis zu 1 Million Mitglieder anstrebt, wird es bei diesem Geschäftsmodell auch unerheblich sein, ob "liebevoll gestaltete Online-Geschäfte wie ein Versandhandel oder eine Internetapotheke" (Zitat von der SC-Website) entscheiden zum Umsatz beitragen. Second tought: Wenn sie dem Umfeld entsprechende Produkte anbieten, kann das durchaus der Fall sein.
Alles in Allem erfolgversprechend aber sicher keine Plattform auf der sich eine BMW oder eine Deutsche Bank präsentieren möchte. Selbst bei Lifestylemarken sind da sicher vorsichtig.
Links:
>> Secret City, die virtuelle Erlebniswelt voller Vergnügen und Leidenschaft (Anbieterseite)
>> Secret City: Datin und Erotik in 3D
>> Secret City - Secret USP, Kommentar
Stefan Weiß