Eine
Studie, die das Wirtschaftsprüfungsunternehmen
Ernst & Young kürzlich vorgestellt hat, kommt zu dem Ergebnis, dass mittelständische Unternehmen, die eine Kombination aus klassischen und
innovativen Finanzierungsinstrumenten (z.B. Mezzanine Kapital oder Private Equity) einsetzen, zwischen 2001
und 2004 im Durchschnitt ein Umsatzwachstum von 8,6 % erreichten. Im Gegensatz dazu sind Unternehmen, die sich ausschließlich durch klassische Instrumente wie
den Bankkredit finanzieren, während dieser drei Jahre um
2,9 % geschrumpft.
Was heißt das? Dass Banken und Sparkassen unternehmerisches Wachstum blockieren? Oder dass innovative, wachstumsstarke Unternehmen von sich aus auch innovative Finanzierungsmittel zu nutzen wissen?
Die Studie kommt zum Schluss, dass beides richtig ist und fordert ein Umdenken bei den Kreditinstituten aber auch bei den Unternehmern, denn
„Wesentliche Voraussetzung für die Nutzung innovativer Finanzierungsinstrumente ist,
dass mittelständische Firmen ihre internen Unternehmensdaten
professionell aufbereiten, damit potenzielle Kapitalgeber die
Finanzierungssituation verlässlich beurteilen können“ so Peter Englisch, Partner bei Ernst & Young.
Auch wenn Herr Englisch als Wirtschaftsprüfer hier vor allem finanzielle Transparenz anmahnt, so hat nicht zuletzt die Veranstaltung von PricewaterhouseCoopers kürzlich gezeigt, dass die professionelle Analyse und Darstellung des intellektuellen Kapitals in Form einer Wissensbilanz Finanzierungsentscheidungen und -konditionen positiv beeinflusst. Den Grund stellt Herr Englisch sehr anschaulich dar:
„Denn entweder findet sich für gute Ideen und
Projekte gar kein Finanzier oder die Finanzierung wird zu teurer, weil zum
eigentlich marktgerechten Preis ein Risikozuschlag aufgrund fehlender Transparenz hinzu kommt.“
Link: Studie "Wege zum Wachstum"
Stefan Weiß, FUTURELAB