Kritik an der Wissensbilanz beinhaltet häufig die begrenzte Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Das mag zum einen daran liegen, dass die Bezeichnung Wissensbilanz nicht ganz glücklich gewählt ist und somit Assoziationen weckt und Erwartungen schafft, die das Konzept nicht erfüllen kann. Zum anderen hängen die gefundenen Bewertungen und Indikatoren vor allem von den Strategien und den Prioritäten des jeweiligen Unternehmens ab - Branchenzugehörigkeit hin oder her. Gerade für externe Stakeholder (z.B. Investoren) ist diese Situation aber häufig unbefriedigend, da für eine Investitionsentscheidung jede Wissensbilanz individuell analysiert werden muss, ein Benchmarking kaum möglich ist.
Mit ihrem Konzept
Swiss Made Wissensbilanz versucht die Schweizer Unternehmensberatung Auer & Partner diese Lücke zu füllen, indem die Berichterstattung über das
immaterielle Vermögen für externe Zielgruppen harmonisiert wird (
IC-Management-Systems ICMS-15649). Besonderen Wert wird darauf gelegt, dass im Gegensatz zur
Standardisierung bei der
Harmonisierung sowohl unterschiedlichste Organisationsformen adäquat abgebildet, als auch den berechtigten Bedenken der Unternehmen hinsichtlich der Vertraulichkeit der Ergebnisse Rechnung getragen werden kann.
Das Konzept wird derzeit mit den Projektpartnern Skandia Leben, Visana Versicherungen
und Wolfsberg Executive & Business Development in einem Pilotprojekt getestet. Die Ergebnisse werden Ende 2005 veröffentlicht.
Stefan Weiß, FUTURELAB